Stadtdesign von A bis Z

deutsch     english     Warum Stadtdesign?     Bilder     Autor     Impressum    Empfehlungen


Hier möchte ich auf einige Texte und Websites eingehen, die zu lesen man Stadtdesign-
Interessierten (egal ob Gestalter oder Verantwortlicher in der Stadt) nur ans Herz legen kann.

»Corporate Identity für Verwaltungen und Gemeinden« von Christian Jaquet aus dem Jahr 2005
(Haupt Verlag, Bern) richtet sich vorrangig an Personen, die mit Corporate Identity und
Corporate Design bisher wenig vertraut sind. Es liest sich angenehm und bietet auch
Gestaltern eine auffrischende Zusammenfassung. Die gut 100 Seiten bieten nicht nur eine
(Er-)Klärung der Begriffe innerhalb der CI und ihre Bedeutung für die Umsetzung in
das Erscheinungsbild, sondern auch mehrere Best-Practice-Beispiele. Der Schwerpunkt liegt
insgesamt eher auf den Prozessen und weniger auf der Gestaltung.

»Mut zum Profil. Corporate Identity und Corporate Design für Städte« von Matthias Beyrow
aus dem Jahr 1998 (av edition, Stuttgart) geht auf Grundlegendes zum Thema Corporate
Identity und besonders ihre Bedeutung für Städte ein und beschäftigt sich dann ausführlich
und fundiert mit der Gestaltung ausgewählter Beispiele. Auch wenn einige vorgestellte
Erscheinungsbilder mittlerweile schon wieder ersetzt wurden bleibt sein Buch durch die
professionelle und gewissenhafte Analyse sowie die Beispielsammlung aktuell.

Die folgenden beiden Bücher sind ebenfalls sehr interessant, insofern man sie über
Bibliotheken einsehen kann (leider sind sie nicht im Verkauf):

»Stadteinwärts«, die 2008 erschienene Diplomarbeit von Sina Otto (an der FH Mainz),
erklärt in einem zusammenfassenden Theorieteil nochmal die Corporate Identity und Corporate
Design Prozesse und wendet sich im Praxisteil dann vier – relativ kleinen – Gemeinden zu.
Deren Identitätsfindungs- und Gestaltungsprozesse dokumentiert sie mit einem gelungenen
Blick fürs Detail. Zum Schluss gibt es noch eine allgemeinere Übersicht über Stadtlogos.

»Corporate Identity für Städte. Eine Untersuchung zur Anwendbarkeit einer Leitstrategie
für Unternehmen und Städte«
von Birgit Kutschinski- Schusters ist eine sehr ausführliche
Abhandlung von 1993 (Verlag Die blaue Eule, Essen). Hier werden die theoretischen
Grundlagen des Corporate Identity Prozesses, wie sie bereits in den 1980er Jahren von
Birkigt/Stadler/Funck postuliert wurden, auf die Anwendbarkeit in städtischen Verwaltungen
geprüft bzw. übersetzt. Eine wissenschaftliche Publikation, die die Grundlage für viele der
erwähnten Bücher bildet und gerade auch für Gestalter interessante Gedankengänge bereit hält.

Natürlich finden sich auch (und gerade) im Internet viele interessante Beiträge, die sich mit
Stadtdesign beschäftigen. Zum Beispiel damit, dass das Thema Internet noch von zu vielen
Städten unterschätzt wird. Dazu empfiehlt sich die Artikelserie »Deutschlands schönstes Stadportal«
von Achim Schaffrinna.

Generell stellt sein Blog »Designtagebuch« eine der wichtigsten Anlaufstellen dar,
präsentiert er doch – in unregelmäßigen Abständen – oft als einer der ersten neue städtische
Erscheinungsbilder, gibt eine kurze gestalterische Einschätzung und bietet eine populäre
Plattform zum Kommentieren und zum gegenseitigen Austausch.

Eine ähnliche Plattform stellt der »Fontblog« dar, in dem FontShop Vorstand
Jürgen Siebert ebenfalls bei gegebenem Anlass über Stadtdesign berichtet.

Eine schöne Übersicht über Stadtlogos (und in Teilen ihre Entstehungsgeschichte) bietet
»Stadtlogo-Design«, das von Wilfried Weisenberger betrieben wird.

Meldungen über aktuelle Erscheinungsbilder und ausgesuchte Artikel findet man beim von
Prof. Robert Paulmann herausgegebenen »corporate identity portal«.

Lenkt man den Blick etwas mehr aufs internationale Parkett, bieten sich diverse Designblogs an.
Der wichtigste ist sicherlich »Brand New«, eine Unterabteilung von »underconsideration«.