Stadtdesign von A bis Z

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Stadtdesign. Ein Begriff den bisher – wenn überhaupt – eher Stadtplaner für sich
beanspruchen. Dass das Bild einer Stadt jedoch nicht nur von Architektur, Geschichte und
Einwohnern bestimmt wird ist keine neue Erkenntnis. Seit in den 1960er Jahren Firmen mehr
und mehr Corporate Design und Corporate Identity als Instrumente für sich entdeckten,
gab und gibt es auch bei Städten Ansätze in diese Richtung. Man denke an Stankowskis
berühmtes Berlin-Layout, welches fast drei Jahrzehnte das Erscheinungsbild Berlins prägte.
Gerade in den letzten Jahren achten mehr und mehr Städte auf einen einheitlichen Auftritt
in Ihren Kommunikationsmitteln.

Das Magazin Stadtdesign ist der Wunsch, einen Schnitt durch die Menge an städtischen
Erscheinungsbildern zu zeigen, der ganz klar im Jetzt verankert ist. Eine Übersicht mit
durchwegs positiven, interessanten Beispielen wie sie sich im Jahr 2011 zeigen. Dass es
auch einige Erscheinungsbilder oder Logos älteren Jahrgangs in dieses Magazin schaffen
ist kein Zufall, sondern Beispiel für zeitübergreifende Gestaltung. Auch ein nicht
umgesetzter Entwurf wird hier vorgestellt. Dank seines spannenden Ansatzes trägt er zu
einem Gesamtbild bei, dass sich beim Betrachten der 23 verschiedenen Erscheinungsbilder
ergibt. Es gibt klassische, nüchterne, stark im Verwalterischen oder Hoheitlichen verortete
Beispiele, genauso findet man aber auch farbenfrohe oder innovative Erscheinungsbilder.

Schaut man sich ein Internetportal wie www.stadtlogo-design.de an – ein Gespräch mit
dessen Betreiber Wilfried Weisenberger findet sich auf S. 76 im Magazin – so wird man fast
erschlagen von dem, was es mittlerweile an städtischen Logos und Erscheinungsbildern gibt.

Doch wie ordnen?

Eine Möglichkeit wäre gewesen, sich auf ein Land zu beschränken, oder strikt nach der Größe
der Städte vorzugehen. Das hätte allerdings vielen spannenden Erscheinungsbildern den Weg in
dieses Magazin versperrt. So wäre es schwer gewesen, Amman oder Roßhaupten in eine der
bekannten Kategorien einzuordnen, sind doch beide sehr speziell. Amman zwar als Millionenstadt,
aber in Jordanien. Roßhaupten dagegen in Deutschland, aber als sehr kleines Dorf im Allgäu.
Die Beschränkung auf das Alphabet gibt die Möglichkeit, die Anzahl der gezeigten Logos und
Stadtdesigns auf ein sinnvolles Maß zu beschränken, lässt andererseits aber alle
Auswahlmöglichkeiten offen. Dass bei vielen Buchstaben sicher noch weitere Beispiele
interessant gewesen wären versteht sich von selbst.

Zu Stadtdesign gehören natürlich auch andere Gebiete wie Stadtplanung, Architektur, oder
auch das hier etwas ausgegliederte Thema Internet (dazu interessant das Gespräch mit
Designtagebuch-Macher Achim Schaffrinna auf S. 66), diese Ausgabe von Stadtdesign beschränkt
sich jedoch ganz bewusst auf das »klassische« Erscheinungsbild.